Viele Fragen und klare Antworten

Kommt Lasern für mich in Frage? »

  • Ihre Hornhaut muss normale Radien, Dicke und eine gesunde Innenschicht aufweisen.
  • Ihre Brillenwerte sollten seit mindestens einem Jahr konstant sein.
  • Sie sollten nicht wegen irgendwelcher Erkrankungen des Auges behandelt werden müssen.
  • Alle Ihre Fragen zur Operation, deren Durchführung und Nachbehandlung sind zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.
  • Sie wissen insbesondere über die für Sie in Frage kommenden Möglichkeiten der Korrektur Bescheid.
  • Sie wissen, dass die Operation Kurz-, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen beseitigen kann - nicht aber die Alterssichtigkeit.
  • Sie müssen insgesamt gesund sein, insbesondere darf kein Rheuma vorliegen.
  • Schwangerschaft und Stillzeit verändern die Laserergebnisse. Lasern sollte auf die Zeit danach verschoben werden.

Was macht der Excimer Laserstrahl eigentlich? »

    Der Laserstrahl wird digital gesteuert und trägt aus dem Hornhautgewebe mit jedem Impuls 1/4µm (Micron) Gewebe ab. Für die Korrektur der Kurzsichtigkeit muss der Hornhautradius flacher werden, um die Brechkraft der Hornhaut zu vermindern. Das heißt, die Abtragung erfolgt am stärksten in der Mitte der Hornhaut. Umgekehrt wird die Korrektur der Weitsichtigkeit durch Abtrag am Rand der Hornhaut erzielt. Dadurch wird der Radius kleiner und die Hornhaut erhält die zusätzliche Brechkraft, die sie zur Korrektur der Weitsichtigkeit benötigt.

Funktioniert Lasik auch in Narkose? »

    Ja, bei uns ist die Lasik in Narkose möglich. Viele Patienten würden Lasik durchführen lassen, wenn dies ganz ohne ihre erforderliche Mithilfe geschähe. Dazu verwenden wir den Lasik-Saugring .

Welche Augen-Laser gibt es? »

    Zwei Lasertypen arbeiten mit einer Wellenlänge von 193nm (Nanometer), die durch ein Gas Argon/Fluor erzeugt werden. Eine anderer erst kürzlich auf den Mark gekommener Typ arbeitet ohne Gas mit einer Wellenlänge 213nm. Beides sind flying spot Laser, d.h. tausende von Einzelimpulsen ergeben das neue Profil, dass die fehlerhafte Brechkraft korrigiert. Daneben gibt es den Vollstrahllaser, der vor ca. 20 Jahren das Einstiegsmodel war.

Wie funktioniert der Augenlaser? »

    Die Technologie ist bei diesen Lasern außerordentlich komplex: Ein flying Spot Strahl wird von einem Steuerungsgerät, dem Tracker, das optisch mit dem Auge verbunden ist, in einer Geschwindigkeit von 200-500 Impulsen pro Sekunde ausgestrahlt. Er fährt dabei das vorgegebene Profil, wie die Hornhaut endgültig aussehen soll, in diesen einzelnen Schüssen ab. Der Tracker kompensiert alle Augenbewegungen, auch die schnellsten, sodass das gewünschte Profil weitgehend unabhängig von der Mitarbeit des Patienten erreicht wird. Dabei handelt es sich nicht um ein Abscannen der Oberfläche sondern tatsächlich um Impulse, die weit auseinander liegen. Dies ist nötig, um das Entstehen von Hitze um die Laserspots zu vermeiden.

Bis zu welcher Brechkraft(Brillenwerte) kann man korrigieren? »

    Das ist abhängig von den Ausgangsradien der Hornhaut. Bei Kurzsichtigen darf die Hornhaut höchstens auf 9,5mm (35 Dioptrien) abgeflacht werden, sonst kommt es zu Benetzungsproblemen.Bei Weitsichtigen darf die Endkurve der Hornhaut nicht kleiner als ca. 7mm (48 Dioptrien) werden, sonst bestehen ständig Blendungsprobleme. Im Allgemeinen kann man bis ca. 10 Dioptrien Kurzsichtigkeit und 4,5 Dioptrien Weitsichtigkeit korrigieren. Der mögliche Korrekturbereich ist also abhängig von Ihrer Hornhaut aber auch vom eingesetzten Laser. Die Laser können keineswegs alle dasselbe leisten, insbesondere nicht im Bereich der Weitsichtigkeit.

Was korrigiert der Laser sonst noch? »

    Bei den meisten Menschen entspricht die Hornhautoberfläche nicht in allen Punkten der Idealform, insbesondere nicht bei Dunkelheit. Im Vergleich zum Idealauge gibt es Abweichungen, die man Aberrationen nennt. Man kann diese Aberrationen genau vermessen und vom Laser korrigieren lassen. Viele Laserzentren werben damit, dass sie so vorgehen, dass sie eine "Maßgeschneiderte Korrektur" durchführen. Dies nennt man eine Wellenfront gesteuerte Laserung. Dieses Verfahren ist nach unseren Ergebnissen nur in ca. 15% der Fälle sinnvoll, da viele der Aberrationen Teil des natürlichen Sehens sind. Deren Beseitigung führt für den Betroffenen zu unnatürlichem Sehen.

Wie genau ist das Refraktions-Ergebnis? »

    Bei Kurzsichtigen liegt die auf Anhieb erzielte Genauigkeit der Korrektur bei -1 bis -6,0 Dioptrien bei +/- 0,5 Dioptrien. In ca. 4% werden durch ergänzende Laserrungen diese Werte erreicht oder fast erreicht. Bei höheren Dioptrien sollten nur Laser mit einem kleinen Spotsize - Strahldurchmesser - von 0,5mm oder weniger angewendet werden, da sonst durch entstehende Wärme Ungenauigkeiten entstehen können. Bei Weitsichtigen ist die Häufigkeit der Nachkorrekturen etwas höher.

Wie lange hält das Ergebnis? »

    Das Ergebnis beruht auf Entfernung von minimalen Gewebemengen, die nicht vom Körper ersetzt werden. Das heißt das Ergebnis ist dauerhaft. Das Auge wird "normalisiert", von seiner Kurz- bzw. Weitsichtigkeit befreit und verhält sich wie ein seit Geburt bestehendes ideales Auge. Die Werte können sich aber im Wachstumsalter - manchmal bis zum 26. Lebensjahr noch geringfügig ändern. Dabei ändert sich aber nicht die gelaserte Oberfläche des Auges, sondern z.B. die Achslänge. Ähnliches kann durch hormonelle Behandlungen in geringem Umfange bei Schwangerschaften eintreten.

Sind alle Laser gleich gut? »

    Die Anschaffungskosten für einen Laser reichen von ca. 80.000 bis ca. 550.000 Euro. Wobei auch heute noch Vollstrahllaser in Gebrauch sind. Die sehr unterschiedlichen Preisangebote der einzelnen Laserzentren hängen von den Anschaffungskosten und natürlich von der Anzahl der gelaserten Augen ab. Bei den Anschaffungskosten spielt vor allen Dingen die Qualität der Optiken und des Trackers eine große Rolle. Es gibt nur etwa 6 Laser, die dem optimalen Stand der Technik entsprechen. Gerade bei höheren Korrekturen und Hornhautverkrümmungen sollte der Laser mit einem kleinen Spotsize - Strahldurchmesser - von 0,5mm oder weniger angewendet werden. Sonst können durch entstehende Wärme Ungenauigkeiten entstehen. Mittelmäßige Tracker können zu zusätzlichen Aberrationen führen.

Kann durch den Laserstrahl das Auge beschädigt werden? »

    Sehr selten aber nicht ausgeschlossen sind unerwünschte Nebenwirkungen, die entweder mit der Durchführung der Operation oder den technischen Gegebenheiten des Lasers oder des Mikrokeratoms zusammenhängen. Als Komplikationen kommen hauptsächlich ungenaue Korrekturen vor, je höher der Ausgangswert umso eher. Mit einer zweiten Laserung können diese aber gut korrigiert werden. Durch technische Fehler können auch exzentrische Laserrungen vorkommen, die meistens auch durch eine Wellenfront-Laserrung normalisiert werden können.

Wie sicher ist die Herstellung des Hornhautscheibchens - des Flaps ? »

    Die Voraussetzung für Lasik ist die Freilegung des Hornhautgewebes unterhalb der obersten Membran. Dafür gibt es entweder für diesen Zweck hergestellte mechanische Mikrokeratome oder einen extra Laser - den Femto Sekunden Laser - der das Gewebe in der gewünschten Ebene mit tausenden von kleinen Bläschen sprengt. Beide Verfahren haben minimale Risiken, die unterschiedlich sind. Bei keinem technischen Prozess kann man sagen, dass eine Störung nicht auftreten könnte. So z.B. nicht, dass ein Motor niemals stehen bleiben kann. Das unerfreulichste Ereignis, dass passieren könnte wäre eine Beschädigung des Flaps dabei müssten die äußeren Schichten der Hornhaut ersetzt werden. Bei keinem technischen Zwischenfall kann es zu einem Verlust des Sehvermögens kommen.

LASIK INFO ABEND

Kostenlose Beratung
am

16.11.2017
ab 14:30 Uhr


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