Die Epikeratophakie

Bei diesem Verfahren, das insbesondere beim Keratokonus Stadien II-III in Frage kommt, wird eine von einer Spenderhornhaut gewonnene Scheibe auf die Hornhaut des Patienten aufgenäht, ohne diese zu verändern. Je nach den Erfordernissen der Brechkraft des Patientenauges wird die Scheibe in der Brechkraft angepasst. Daher bezeichnet man die Epikeratophakie auch als "lebende Kontaktlinse". Nach der Entfernung der äußersten Schutzschicht - des Epithels - wird diese neue Scheibe auf das Patientenauge aufgenäht. Hierbei wird am Rand der eigenen Hornhaut ein feiner Rundschnitt ausgeführt, um die aufgebrachte Scheibe ohne Stufe einheilen lassen zu können. Vorteile der EPI:

- Die Patientenhornhaut wird erhalten.

- Brechkraftfehler - Kurz / Weit sowie Stabsichtigkeit - können bei der OP korrigert werden.Verbleibende Brechkraftfehler können nach Einheilung mit dem Excimer-Laser von außen behandelt werden.

- Reversibilität: bei unzureichendem Ergebnis kann die Scheibe wieder entfernt werden. Die Operation kann in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden.

Die geschliffene Spenderhornhaut wird mit 2 umlaufenden Fäden - der doppelt verlaufenden Antitorquenaht - befestigt, die nach ca. 1 Jahr entfernt werden. An Komplikationen kann extrem selten, unter 1 %, die Abstoßung der Scheibe vorkommen, wobei dann die Aufbringung einer zweiten Scheibe erforderlich wird. Die Abweisung von mehreren Scheiben ist bisher nicht vorgekommen, ist aber theoretisch möglich. Es besteht wie bei allen Eingriffen in den menschlichen Körper die Möglichkeit einer Infektion, die durch antibiotische Maßnahmen kontrolliert werden kann. Bei dieser operativen Maßnahme handelt es sich um ein Verfahren, das gewählt wird, um die Hornhaut des eigenen Auges zu erhalten. Es kann aber sein, dass die durchgeführte Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg bringt, wenn Verziehungen und Vernarbungen der eigenen Hornhaut zu weit fortgeschritten sind. In diesem Fall werden dann die Operation, eine Tiefe lamelläre (TLKP) oder eine perforierende Keratoplastik (PKP) , also eine Hornhautübertragung in ganzer Dicke erforderlich.

LASIK INFO ABEND

Kostenlose Beratung
am

27.04.2017
ab 14:30 Uhr


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